Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone

(The Curious Incident of the Dog in the Night-Time) Nach dem Roman von Mark Haddon. Von Simon Stephens | Regie: Barbara-David Brüesch | Schweizer Erstaufführung

Deutsch von Barbara Christ

Christopher: Menschen verwirren mich.
 

Wellington, der Hund von Mrs. Shears, liegt tot auf dem Rasen. Aus seinem Bauch ragt eine Mistgabel. Irgendjemand hat ihn ermordet. Aber wer? Der 15-jährige Nachbarsjunge Christopher Boone findet ihn und gerät selbst unter Tatverdacht. Doch schnell wird klar: Er war es nicht. Damit scheint der Fall für die Polizei abgeschlossen. Christopher beschliesst, den Täter auf eigene Faust zu finden, was ihm einiges abverlangt. Denn Christopher ist Asperger-Autist und sieht die Welt mit ganz eigenen Augen. Er kennt alle Länder der Welt und ihre Hauptstädte sowie alle Primzahlen bis 7507. Er liebt die Wahrheit und die Farbe Rot, er hasst gelb und braun, und er mag es überhaupt nicht, angefasst zu werden. Unordnung verwirrt ihn, Überraschungen versetzen ihn in blanke Panik. Seine Mitmenschen sind ihm ein Rätsel, er kann ihre Gesichter nicht lesen, und er geht niemals weiter als bis zum Ende der Strasse. Aber er weiss: Ein Tag, der damit beginnt, dass er fünf rote Autos hintereinander sieht, ist ein superguter Tag. Ein Tag für Unternehmungen. Und so verlässt er im Auftrag der Wahrheit mutig seine kleine Welt und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. Diese Mordermittlung wird die grösste und härteste Herausforderung seines Lebens werden – ein Abenteuer mit ungeahnten Folgen.

Mark Haddon hat mit «Supergute Tage» ein brillantes, unglaublich witziges Buch geschrieben, eine mysteriöse Kriminalgeschichte, die in Grossbritannien zum Kultbuch avancierte. Der englische Dramatiker Simon Stephens, einer der meistgespielten Autoren der Gegenwart, hat denRoman in ein hochemotionales Theaterstück übertragen. Das Stück war nach seiner Londoner Uraufführung 2012 ein enormer Publikumserfolg undwurde mit sieben Laurence Olivier Awards ausgezeichnet. Barbara-David Brüesch inszeniert die Schweizer Erstaufführung, bevor Brad Pitt, der dieFilmrechte gekauft hat, den Stoff für Hollywood verfilmt.

Mark Haddon wurde 1962 in Northampton geboren, studierte am Merton College, Oxford, Literatur. Für das Kinderprogramm der BBC hat er Drehbücher geschrieben, die ihm zweimal den begehrten BAFTA-Preis eintrugen. Mit dem Roman «Supergute Tage» landete er auf Anhieb einen Weltbestseller und wurde in England mit dem Whitbread-Award ausgezeichnet. Auch sein zweiter Roman «Der wunde Punkt» (2007) war ein grosser internationaler Erfolg. Zuletzt erschienen auf Deutsch die Romane «Boom!» und «Das rote Haus».

Simon Stephens, 1971 in Stockport geboren, studierte Geschichte an der York University, bevor er Lehrer für Englisch sowie Theater und Medien wurde. 1998 feierte sein erstes Stück «Bluebird» Uraufführung am Londoner Royal Court Theatre. Simon Stephens erhielt vielfache Auszeichnungen, u.a. 2006 den «Laurence Olivier Award for Best New Play». In den Kritikerumfragen von «Theater heute» wurde er bereits viermal zum besten ausländischen Dramatiker des Jahres gewählt. Zu seinen Stücken zählen u.a.: «Am Strand der weiten Welt» (2005), «Motortown» (2006), «Pornographie» (2007), «Punk Rock» (2009), «Three Kingdoms» (2011).

Barbara-David Brüesch, geboren in Chur, studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Seit 2001 Inszenierungenan verschiedenen Häusern im In- und Ausland. In Deutschland u.a. am TiF/Staatsschauspiel Dresden, am Theater Mainz am Staatstheater Stuttgart.In Österreich am Schauspielhaus Graz, sowie mehrfach am Schauspielhaus Wien, in Koproduktionen mit den Wiener Festwochen, den BregenzerFestspielen und der Ruhrtriennale. In der Schweiz u.a. an der Gessnerallee Zürich, am Theater Neumarkt, in Bern, St. Gallen, Chur, Luzern, Baselsowie für die Schlossoper Haldenstein. Am Theater Kanton Zürich inszenierte Barbara-David Brüesch «Kabale und Liebe», «Die Möwe» und «Nora oder Ein Puppenhaus».

Regie: Barbara-David Brüesch
Bühne: Damian Hitz
Kostüme: Heidi Walter
Es spielen: Katharina von Bock (Judy, Mrs. Shears u.a.) Stefan Lahr (div. Polizisten, Mrs. Gascoyne, Wellington u.v.a.), Lorenz Nufer (Ed u.a.), Andreas Storm (Mrs. Alexander, Roger u.v.a.), Miriam Wagner (Siobhan u.a.), Yannick Weber (Christopher Boone)
Premiere: 21. Oktober 2014
Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten. Eine Pause.
Koproduktion mit dem Theater Winterthur

 

 

«Ein spannender und, trotz seiner ernsten Thematik, oft auch witziger Theaterabend.» Neue Zürcher Zeitung

«Barbara-David Brüeschs Inszenierung ... ist grosse Bühne.» Der Landbote

«Supergute Tage in dieser Form funktioniert genauso für ein erwachsenes wie ein jugendliches Publikum, das in grosser Vielzahl an der Premiere war und die eigens gefühlte Begeisterung unwidersprochen teilte.» P.S.

«Yannick Weber ... ist ein Naturtalent, spielt er doch Christopher absolut überzeugend.» Neue Zürcher Zeitung

«Rundum geglückt.» P.S.

 

 

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