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Der nackte Wahnsinn

Komödie von Michael Frayn

Auftritte, Abgänge. Sardinen rein, Sardinen raus. Das ist Farce.
Das ist Theater. Das ist Leben.

Chaos pur: Die Truppe eines Tourneetheaters steht mit der Komödie «Nackte Tatsachen» unmittelbar vor der Premiere und nichts klappt.

Kein Wunder, dass allmählich nicht nur die Nerven des Regisseurs blank liegen, wenn Dotty ständig ihre Requisiten vergisst, Selsdon vom Alkoholkonsum abgehalten werden muss und Brooke schon wieder ihre Kontaktlinsen verloren hat. Und dabei hätten alle mit dem turbulenten Bühnenstück, das sie proben, mehr als genug zu tun: Haushälterin Mrs. Clackett will es sich im Haus ihres Arbeitgebers vor dem Fernseher gemütlich machen, als Makler Roger Tramplemain auftaucht, der im vermeintlich leeren Haus ein Tête-à-tête mit seiner Geliebten Vicki plant.

Kaum hat Mrs. Clackett dieses Problem gelöst, kreuzen die Hausbesitzer Mr. und Mrs. Brent auf, die eigentlich, auf der Flucht vor der Steuerfahndung, in Spanien sein sollten. Im zweiten Akt haben die Zuschauer:innen das Vergnügen, das Ensemble backstage bei einer Vorstellung zu beobachten. Zwischen den Kostümen und Requisiten herrscht dort Tohuwabohu. Liebeswirren und Streitigkeiten scheinen es fast unmöglich zu machen, dass gleichzeitig auf der Bühne die Vorstellung stattfindet. Doch «the show must go on»!

Michael Frayns Stück ist ein rasantes Theater ums Theater, das wie geschaffen für das TZ ist. Lustvoll treibt es das Spiel im Spiel zu immer aberwitzigeren und turbulenteren Verwicklungen, bei denen kein Auge trocken bleibt.

Der Landbote schreibt, in der Version des Theater Kanton Zürich wirke das Stück von 1982 so frisch, «als wäre es für die Gegenwart geschrieben.» Hier geht es zur vollständigen Kritik!     

 

SRF Kultur - Kultur kompakt, 24.10.2022 (Bericht TZ ab 19:18)

Mit:

Katharina von Bock, Michael von Burg, Marcus Calvin, Axel Julius Fündeling, Maximilian KrausMia Lüscher, Eva Maropoulos, Pit-Arne Pietz, Miriam Wagner

Regie

Rüdiger Burbach

Bühne und Kostüme

Beate Fassnacht

Dramaturgie

Ann-Marie Arioli

Licht

Patrick Hunka

Regieassistenz

Sophia Pervilhac

Regiehospitanz

Jara Gerber

Premiere

20.10.2022

Spieldauer

ca. 2 Std. 15 Min., eine Pause

Ab 14 Jahren

Nächste Vorstellungen

  • Mittwoch, 11. Januar 2023 19.30
    Schaffhausen
    Stadttheater

  • Freitag, 13. Januar 2023 20.00
    Rüti
    Löwensaal

  • Samstag, 14. Januar 2023 20.00
    Wil (SG)
    Tonhalle

  • Samstag, 4. Februar 2023 20.00
    Turbenthal
    Grosshalle Tösstal

  • Sonntag, 26. März 2023 19.00
    Elsau
    Mehrzweckhalle Ebnet

  • Samstag, 22. April 2023 20.00
    Weinfelden
    Thurgauerhofsaal

Trailer zum Stück