Unsere Eröffnungspremiere: KUNST

von Yasmina Reza

Regie: Felix Prader

Premiere am 3. September 2020

Serge hat sich für eine beachtliche Summe ein Gemälde gekauft: ein weisses Bild. An diesem Bild entzündet sich der Streit zwischen drei Freunden, denn Serge begeistert sich für das Gemälde, Marc bekämpft es auf das Heftigste und Yvan will es sich mit keinem von beiden verderben und bezieht keine Stellung. Das Kunstwerk dient als Katalysator, mit dessen Hilfe Yasmina Reza auf psychologisch fein gezeichnete Weise die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft und ihr gesamtes bisheriges Dasein auf den Prüfstand stellt – eine wortgewandte Komödie über die Halbwertszeit von Freundschaften für ein furioses Schauspieler-Trio.

«Lachen schützt, entschärft, erleichtert, rettet. Sinn für Humor zu haben, in der erhabenen Bedeutung des Wortes, also nicht nur über Witze zu lachen, sondern über sich selbst lachen zu können, ohne Tabu, und jederzeit von Lachen geschüttelt zu werden – das ist eine beneidenswerte Gabe. Wer sie hat, ist vom Schicksal oder von den Göttern gesegnet. Das Lachen stellt das Vertrauen in uns selbst wieder her, es erhebt uns über die Situation. Das Drama von ‹Kunst› ist ja nicht, dass sich Serge das weisse Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann.» Yasmina Reza

Yasmina Reza wurde 1957 in Paris als Tochter einer ungarischen Geigerin und eines iranischen Ingenieurs geboren. Sie studierte Soziologie und Theaterwissenschaften in Paris, war Schauspielerin, Musikerin und wurde zweimal mit dem «Prix Moliere» ausgezeichnet. Ihre Theaterstücke wurden in über 30 Sprachen übersetzt und weltweit aufgeführt.

Ihr Einblick in die ersten virtuellen Proben ‹Kunst›

Der Regisseur Felix Prader hat 1995 die deutschsprachige Erstaufführung von Yasmina Rezas «Kunst» an der Berliner Schaubühne inszeniert und damit massgeblich zum grossen Erfolg der Autorin auf deutschsprachigen Bühnen beigetragen Nachdem die Aufführung mehr als zwei Jahrzehnte in über tausend Aufführungen auf verschiedenen Bühnen zu sehen war, konnte das TZ ihn dafür gewinnen, sich 25 Jahre später wieder mit diesem Stück auseinanderzusetzen. Er inszeniert damit zum zweiten Mal nach dem grossen Erfolg von «Der Gott des Gemetzels» ein Stück von Yasmina Reza für das TZ.

In dieser furiosen Gesellschaftskomödie erleben Sie Pit Arne Pietz als Serge, Andreas Storm als Marc und Manuel Herwig als Yvan, wie sie wegen eines weissen Bildes in Konflikte geraten, die ihr Leben, ihre Freundschaft und ihre Beziehungen grundlegend erschüttern.

Gemeinsam haben sie Ende April mit den virtuellen Proben zu ‹Kunst› begonnen.In unserem Video erhalten Sie Einblick in den ungewöhnlichen Probenstart!


Nächste Woche stellen wir Ihnen ein Stück vor, in dem ein Schweizer Volksheld die Hauptrolle spielt, eine Legende, der eine eigene Währung prägte und der, hätte er seine Ideen durchsetzen können, die Wirtschaftswelt von heute hätte anders aussehen lassen.

Bleiben Sie weiterhin gesund und uns treu!

Ihr Theater Kanton Zürich