Das Fähnlein der sieben Aufrechten

Von Gottfried Keller
Dramatisiert von Niklaus Helbling

Freilichttheater

«Glücklicherweise ist bei uns der Wohlstand ziemlich verteilt; lass aber einmal Kerle mit vielen Millionen entstehen, die politische Herrschsucht besitzen, und du wirst sehen, was die für einen Unfug treiben!»
Aus «Das Fähnlein der sieben Aufrechten»

Gottfried Kellers Novelle von 1860 ist ein Paradebeispiel für subtil politische Kritik. Sieben Zürcher Handwerker und Gastwirte, alles altgediente Freiheitskämpfer und grimmige Revolutionäre, leben nach Gründung des modernen Bundesstaates in einer skurrilen Mischung aus Stolz und Spiessertum, Aufrichtigkeit und Sprücheklopferei. Diese Aufrechten wollen zum ersten Mal am «Eidgenössischen Freischiessen» unter eigenem Fähnlein teilnehmen. Aber schon zu hause beginnt die wahre Politik: Der reiche Zimmermann Frymann will seine Tochter Hermine nicht Karl, dem Sohn des armen Schneiders Hediger überlassen, zugeheirateter Reichtum verderbe den Charakter. Als der Festtag naht, haben die sieben Aufrechten ein Problem: Wer soll die obligatorische Rede halten? Zu einer Fahne gehört ein Sprecher, doch keiner der «grimmigen Revolutionäre will sich auf dem Schlachtfeld der Reden messen. Es ist schliesslich der junge Karl, der auf dem Schützenfest für die Alten einspringt und die Gunst der Stunde nutzt.

Mit liebevoller Ironie erzählt die Dramatisierung von Niklaus Helbling von knorrigen Helden im Kampf um Freiheit, von Freundschaft und Schweizer Bürgersinn sowie von der Emanzipation der jungen Generation.
 

Besetzung und Team

  • Portrait Katharina von Bock

    Katharina

    von Bock

  • Portrait Michael von Burg

    Michael

    von Burg

  • Portrait Axel Julius Fündeling

    Axel Julius

    Fündeling

  • Portrait Mia Lüscher

    Mia

    Lüscher

  • Portrait Pit-Arne Pietz

    Pit-Arne

    Pietz

  • Portrait Miriam Wagner

    Miriam

    Wagner

  • Portrait Olivier Günter

    Olivier

    Günter