Neu im Spielplan: Zwingli Roadshow

Der Zürcher Regisseur Niklaus Helbling inszenierte erstmals am Theater Kanton Zürich. Er eröffnete die Spielzeit mit der Uraufführung «Zwingli Roadshow» von Brigitte Helbling. Das Stück erzählt in seiner fantastischen Mischung aus Alltags-Bilderbogen und Mysterienspiel von einem Trupp von Aussenseitern, die dem (bereits verstorbenen) Meister ein Denkmal in lebenden Bildern setzen wollen und damit durch die Zürcher Landschaft tingeln. Es spielen: Michael von Burg, Fabienne Hadorn, Aaron Hitz, Sebastian Krähenbühl, Mareike Sedl, Lea Whitcher. Gefördert und im Rahmen von ZH-REFORMATION.CH Hier ein erster Teaser:

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Klassenzimmerstück: «Die Eisbärin»

Die Zürcher Autorin Eva Rottmann hat im Auftrag des Theater Kanton Zürich ein Klassenzimmerstück geschrieben. In «Die Eisbärin» geht es um Mona, 25, sie ist ein Digital Native und immer auf der Jagd nach dem coolsten Moment für ihr Videoblog, nach Likes und Followern im Netz. Social Media ist das neue Heroin. YouTube, Insta, Snapshot - das ist Monas Welt, die sich realer anfühlt als die Wirklichkeit. Aber je länger sie filmt und immer wieder versucht, den perfekten Einstieg ins Video zu finden, desto ehrlicher wird sie. Sie erzählt von damals, als Katja in die Klasse kam und alles anders wurde, vom Mobbing und vom Zwang, gefallen zu wollen. Und stellt schließlich die Frage, die sie hergeführt hat: Wer bin ich eigentlich, und wie kriegt man das überhaupt raus? #lifesabitch! Oder? Ein Stück über YouTube-Fame, Handysucht und den komplizierten Prozess des Heranwachsens. Das Stück für Schülerinnen und Schüler von 10 bis ca. 13 Jahren mit Judith Cuénod als Mona ist ab 27. September im Spielplan.

 

Der Spielplan 18/19 auf einen Blick

In der Saison 2018/2019 zeigt das Theater Kanton Zürich sieben neue Produktionen: Eine Geschichts-Revue, erstmals ein Klassenzimmerstück, einen Comedy-Monolog, einen Krimi-Klassiker, eine schwarze Komödie, einen Polit-Thriller und einen Schweizer Klassiker als Freilichtstück.

Wir eröffnen die Spielzeit mit der Uraufführung «Zwingli Roadshow» von Brigitte Helbling. Das Stück, inszeniert von Niklaus Helbling, erzählt in seiner fantastischen Mischung aus Alltags-Bilderbogen und Mysterienspiel von einem Trupp von Aussenseitern, die dem (bereits verstorbenen) Meister ein Denkmal in lebenden Bildern setzen wollen und damit durch die Zürcher Landschaft tingeln. Gefördert und im Rahmen von ZH-REFORMATION.CH.  

Es geht weiter mit einem Format, dass wir erstmals anbieten: einem «Klassenzimmerstück», namens «Die Eisbärin». Die Zürcher Autorin Eva Rottmann schreibt über YouTube-Fame, Handysucht und ganz generell über die schwierige und aufregende Zeit des Heranwachsens. Für Schülerinnen und Schüler von 10 bis 13 Jahren. Regie führt Klaus Hemmerle.

Bereits schwer in der Midlife-Crisis befindet sich der Held in Stefan Vögels Comedystück «Das Auge des Tigers». Markus Malin trennt sich von seiner Ehefrau, seinen Kindern, hat eine junge Freundin, geht ins Solarium und in den Boxclub. Doch nach einigen Monaten in der Freiheit kommt er zu der Erkenntnis: es ist nirgends schöner als daheim, doch will ihn seine Familie noch? Rüdiger Burbach inszeniert den humorvollen und schonungslosen Monolog, der auch in kleineren Spielstätten aufgeführt werden kann.

Agatha Christies «Die Mausefalle» läuft seit über sechzig Jahren am Londoner Westend und ist damit eines der erfolgreichsten Theaterstücke der Welt. Ein Krimiklassiker mit dem wohlbekannten und spannenden Christie-Effekt: jeder ist verdächtig, jeder kommt als Mörder in Betracht. Regie führt Barbara-David Brüesch, die bislang hauptsächlich Klassiker am TZ inszenierte, es spielt das gesamte Ensemble.

Das Licht spielt eine grosse Rolle in Peter Shaffers «Komödie im Dunkeln». Vor allem die Abwesenheit desselben. Dabei arbeitet der renommierte («Amadeus»), kürzlich verstorbene Autor mit einem genialen Kniff. Das Stück beginnt in kompletter Dunkelheit, das Ensemble spielt, als hätte es Licht – plötzlich gibt es einen Stromausfall und sofort wird die Bühne knallhell – und die Schauspieler spielen, als sähen sie nichts mehr… Ein vergnügliches Chaos ist vorprogrammiert, Regie führt Rüdiger Burbach.

In Henrik Ibsens «Ein Volksfeind» wird es dann politisch. Ein Badearzt entdeckt, dass das Kurbad seines Ortes bakterienverseucht ist. Mithilfe der lokalen Medien will er den Sachverhalt der Öffentlichkeit mitteilen. Sein Bruder aber, der Stadtpräsident, macht massiv gegen dieses Vorhaben Front. Der Arzt, ein vermuteter Volksfreund, mutiert – auch auf Druck der wendehälsigen Medienwelt zum «Volksfeind»,  und muss um sein Leben und die Zukunft seiner Familie fürchten. Regie: Kay Neumann.

Schliesslich feiern wir zum Saisonfinale ein glattes Jubiläum: Gottfried Keller wäre im Jahre 2019 zweihundert Jahre alt geworden. Für unser kommendes Freilichtstück bearbeiten wir seine berühmteste Novelle für das Theater, die Tragikomödie mit dem sprichwörtlichen Titel «Kleider machen Leute». Der Schweizer Regisseur Elias Perrig und sein Team von der erfolgreichen «Schwarzen Spinne» erzählen die wunderbare Verwechslungsgeschichte vom mittellosen Schneider Wenzel Strapinski und wollen dem Jubilar damit ein theatrales Denkmal setzen. Premiere ist in Glattfelden, dem Wohnort von Gottfried Kellers Vorfahren und dem Sitz der Stiftung Gottfried-Keller-Zentrum.

Das Spielzeitheft können Sie auch komplett online hier lesen.

 

Trailer für jedes Stück

Wir produzieren Trailer für jedes Stück. Hier zum Beispiel: «Die Affäre Rue de Lourcine; von Euène Labiche und «Ein Sommernachtstraum» von William Shakespeare.  

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