Stefan Lahr

Stefan Lahr, geboren 1954, wuchs in Mainz auf. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte, später Pädagogik in Münster und Mainz. Abschluss als Diplompädagoge. Ab 1981 privater Schauspielunterricht. Engagements am Ernst-Deutsch-Theater Hamburg, Theater Biel/Solothurn, Renaissance-Theater Berlin, Festspiele Bad Hersfeld, Stadttheater Bern, Staatstheater Wiesbaden, Theater Neumarkt Zürich, Schauspielhaus Zürich, Staatstheater Hannover, Bremer Theater, Bremer Shakespeare Company, Schauspiel Köln, Theater des Westens Berlin. Rollen (Auswahl): Malvolio in «Was ihr wollt» (Shakespeare), Henry IV. in «Heinrich IV.» (Shakespeare), Christian Maske in «Der Snob» (Sternheim), Fatzer in «Fatzerfragment» (Heiner Müller/Bertolt Brecht), George Garga in «Im Dickicht der Städte» (Brecht), Jean in «Fräulein Julie» (Strindberg), Kulygin in «Drei Schwestern» (Tschechow). Regisseurinnen und Regisseure (Auswahl): Rüdiger Burbach, Dimiter Gotscheff, Matthias Hartmann, Gerd Heinz, Stefan Huber, Günter Krämer, Meret Matter, David Mouchtar-Samorai, Katharina Rupp, Werner Schroeter. Seit der Spielzeit 2010/2011 gehört er zum Ensemble des Theater Kanton Zürich.

 

In welchem Augenblick war Ihnen definitiv klar, dass Sie Schauspieler werden?

So gaaaanz klar ist das doch nie …

Was schätzen Sie am meisten bei Regisseurinnen bzw. Regisseuren?

Respekt, Humor, Vertrauen in die Fantasie der Schauspieler.

Ihr schönstes Theatererlebnis?

Den King Henry IV. und seinen Gegenspieler Falstaff nach dem Ausfall eines Kollegen gleichzeitig zu spielen. Und dabei die Unterstützung des Ensembles und des Publikums zu spüren.

Was bedeutet ihnen Applaus?

Sehr viel: bei schwindenden Gagen oft der einzige Lohn für die Mühen.

Wo und wann kamen Sie zum ersten Mal mit dem Theater in Kontakt?

Als Kind beim Nachspielen des sonntäglichen Gottesdienstes.

Für welche Schauspielerin, welchen Schauspieler schwärmten Sie in Ihrer Jugendzeit?

Heinz Rühmann, Theo Lingen, Hannelore Elsner, Lex Barker, Karin Dor, Marie Versini.

Welches ist Ihr liebster Ort im Kanton Zürich?

Die Bank gegenüber der Kantonspolizeistation an der Sihl in Zürich, nachts im Frühling, mit Blick auf den blauen Neon-Schriftzug.

Was geht Ihnen am meisten bei Ihren Mitmenschen auf die Nerven?

Mangel an Respekt und Rücksicht.

Welches ist Ihre Lieblings-LP/CD?

Sophie Hunger: «Mondays Ghost».

Was verabscheuen Sie am meisten?

Skrupellosigkeit und Macht des Kapitalismus.

Welchen Traum würden Sie sich unbedingt noch erfüllen?

Ein Essen im «El Bulli».

Auf welche Frage wollten Sie immer schon mal antworten?

Sein oder Nichtsein? Antwort: E chly sy.

 

 

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