Sandro Corbat

Sandro Corbat, geboren 1977 in Zürich. Seit dem Musikstudium an der ACM Zürich arbeitet er als Live-, Session- und Studiomusiker in diversen Produktionen: u.a. Adriansolo, Debonair, Giacun Schmid, Bluemaxx und Scratches. Daneben immer wieder bei freien Theaterproduktionen als Komponist, Musiker, Techniker oder Performer beteiligt, z.B. bei «Kopie» und «Verunsicherung» von Dominique Müller; «KIM JONG IL - Der ewige Sohn» und «Peter der Zweite» und «Fortschritt» von FAX AN MAX; «Jesus Christ Superstar»; «Jumbo Royal naked» von Paraform und «Last Exit» von Formation poe:son. Er ist Gründungsmitglied von FAX AN MAX und für das Musikkonzept der jeweiligen Projekte zuständig. Ansonsten arbeitet er als Gitarren- und Musiklehrer in Basel.

Sandro Corbat war am Theater Kanton Zürich als musikalischer Leiter und in verschiedenen Rollen in Manuel Bürgins Inszenierungen von Max Frischs «Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie» und Bram Stokers «Dracula» zu sehen.

In welchem Augenblick war Ihnen definitiv klar, dass Sie ans Theater gehen?
Gleich beim ersten Tanzstück bei dem ich Musik machen durfte hat es gefunkt.

Wie oft haben Sie diese Entscheidung bereut?
Schon tausendmal.

Ihr härtester Blackout auf der Bühne?
Auf der Tour mit Adrian Solo hatten wir einen Song, bei dem ich erst etwa nach zwei Minuten meinen ersten von insgesamt drei Tönen spielte. Die waren aber sehr sehr wichtig. Man muss sich das etwa so vorstellen: Der Moment, wenn Elton John im Wembley Stadion bei «Dont Let The Sun Go Down» von George Michael mitten im Song angekündigt wird. Und das habe ich mal so richtig verkackt.

Wer wäre Ihr Traumpartner in «Romeo und Julia?»
Ich würde gerne mit Pj Harvey ein Musical daraus machen.

Was bedeutet Ihnen Applaus?
Ich genier mich dabei immer ein bisschen...

Ihr schönstes Theatererlebnis?
Eines der schönsten war «Mission» mit Bruno Vanden Broecke.

Wo und wann kamen Sie zum ersten Mal mit dem Theater in Kontakt?
Als ich Kind war, sind wir mal Umgezogen und im neuen Kindergarten spielten sie die Wichtelmänner der Gebrüder Grimm. An meinem ersten Tag bekam ich die letzte noch zu besetzende Rolle, nämlich die als einer der beiden nackten Wichtelmänner. Das waren denkbar schlechte Voraussetzungen, schnell neue Freunde zu finden.

Was wären Sie geworden, wenn nicht  Musiker?
Sportreporter oder Künstler und fast noch Chemikant.

Mit welchem Autor (lebend oder tot) hätten Sie am liebsten ein Candlelightdinner?
Jetzt nachdem er seine Biographie geschrieben hat, natürlich mit Keith Richards. Vielleicht aber besser ohne Kerzen.

Für welche/n Schauspieler/in schwärmten Sie in Ihrer Jugendzeit?
Glücklicherweise habe ich mich irgendwann für die Frisur von Johnny Depp und nicht für die Muskeln von Schwarzenegger entschieden.

Welches ist Ihr liebster Ort im Kanton Zürich?
Bin immer wieder überrascht wie schön und anders es entlang des Schanzengrabens in Zürich aussieht.

Was geht Ihnen am meisten bei Ihren Mitmenschen auf die Nerven?
Ignoranz und Dummheit.

Welches Buch lesen Sie zurzeit?
Im Moment lese ich: «Erinnerungen eines Insektenforschers» von Jean-Henri Fabre. Wunderbares Buch! «Kapital» von John Lanchester und gerade mit «Super Sad True Love Story» von Gary Shteyngart angefangen.

Welches ist Ihr Lieblingsfilm?
So viele .... aber ich glaube ich habe noch keinen Film so oft gesehen wie «Barry Lyndon» und dass erste mal «Dead Man» im Kino werde ich sicher auch nicht mehr vergessen.

Welches ist Ihre Lieblings-LP/CD?
Alles von und mit Marc Ribot.

In welcher Zeit hätten Sie gern gelebt?
Früher wollte ich immer in diesem  80er-Jahre-mässigem Raumschiff aus «Alien» mitfliegen und auf all diesen Planeten landen, einfach ohne die lästigen Aliens. Also gerne in der vergangenen Zukunft.

Was verabscheuen Sie am meisten?
Unterdrückung und Gewalt.

Welchen Traum würden Sie sich unbedingt noch erfüllen?
Im Frühling und Sommer jeweils in der Schweiz Musik und Theater machen und den Rest des Jahres irgendwo im äquatorialen Bereich verbringen.

Welches ist für Sie der schönste Moment des Tages?
Nach einer langen Nacht wenn es langsam hell wird, nur vertrag ich in letzter Zeit die Sonne nicht mehr so gut.

Auf welche Frage wollten Sie immer schon mal antworten?
Nun, ihr letztes Album hat sich gerade 3 Millionen Mal verkauft, was haben Sie jetzt vor?

 

 

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